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Marauder25
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Hallo liebe Gemeinde,

als ich die Suchfunktion nutzte um einen Erfahrungsbericht o.ä. über den Raspberry Pi zu finden, musste ich erschreckt feststellen, das es gar keinen gibt.

Vor kurzem wurde meine Bastelfreude mal wieder geweckt als ich auf Youtube ein Video von einem selbst konfiguriertem Raspbmc sah.
Da mir die üblichen Mediaplayer entweder Funktionen vermissen lassen oder zu teuer in der Anschaffung sind, entschied ich mich für einen Raspberry Pi.

Leider musste ich feststellen das bei der Beschaffung ungeahnte Probleme auf mich zukommen würden.
Abgesehen davon, das aufgrund der schlechten Lieferbarkeit die Verkäufer bei Ebay Kleinanzeigen über Neupreis für ihre kleinen Platinen haben wollen, gibt es unterschiedliche Versionen des kleinen Wunderrechners.
Die Variante A besitzt nur 256 MB RAM und die Variante B immerhin schon 512 MB. Leider gibt es noch eine/n Punkt/Variante auf die/den man achten sollte beim Kauf.

Einige Modelle werden in China produziert, und einige im Vereinigten Königreich.
Gekennzeichnet wird dies durch einen Aufdruck auf der Platine "Made in China" oder "Made in the UK".
Leider häufen sich die Meldungen im Internet das bei den in China produzierten Platinen häufig Fehler/Mängel auftreten.
Leider stellen sich Händler oder andere Verkäufer gerne dumm, und können entweder aufgrund einer Versiegelung oder der großen Anzahl an Platinen nicht prüfen welchen Ursprungs die Platine ist.
Also sollte man hier Augenmerk auf die Produktionsstätte haben.
Gefunden habe ich bei Ebay einen fairen Händler der auch einen sehr guten Preis bietet.

Danach suchte ich im Keller nach einem geeigneten Netzteil um den kleinen "Supercomputer" in fahrt zu bringen. Leider mangelte es den Netzteilen entweder an der richtigen Form, Stromwert oder Anschluss.
Bei der Leistungsaufnahme scheiden sich leider die Geister im Internet.
Laut Hersteller kann das Modul mit einer 700mA 5V Stromquelle betrieben werden. Andere Quellen berichten davon sobald man diverse USB Devices anschließt oder die CPU übertakten möchte, man mindestens ein 1000mA besser ein 1500 mA Netzteil nehmen sollte.
Ich entschied mich für ein Steckernetzteil mit 1500mA um genug Luft nach oben zu haben.

Ein schönes Gehäuse wollte ich dem Raspberry auch noch spendieren.
Prämisse war in diesem Fall, das es gut belüftet sein sollte, und alle Anschlüsse erreichbar sein sollen. Die Wahl fiel auf ein Plexi Case mit allen benötigten Ausschnitten und Lichtleiter für die LED`s.

Bei der Wahl der Speicherkarte helfen diverse Webseiten im Internet die ständig durch experimentierfreudige User gepflegt werden.
Dabei muss man drauf achten, das die empfohlene Speicherkarte, ist sie den neuerer Bauart, schon nicht mehr funktionieren kann. Was aber die einhellige Meinung ist, das Class 10 Karten generell Probleme im Raspberry verursachen. Hierzu gibt es aber auch Listen die einige funktionierende Modell ausweisen.

Ja, damit wäre dann die Grundkonfiguration schon abgeschlossen.
Natürlich fehlen noch Maus, Tastatur wenn der Raspberry nicht mit mobilen Geräten bedient werden soll.
Bei Bedarf noch ein WLAN oder Bluetooth Modul und natürlich die Anschlusskabel um den PI mit dem Fernseher oder Stereoanlage zu verbinden.

Entgegen dem Ratschlag meiner Partnerin, O-Ton: Schmeiß die ganze Computertteile Wühlkiste in den Müll, habe ich noch ein WLAN Stick, einen BT Stick und diverse Kabel gefunden und spare mir diese Investition.

Stellt doch mal eure Einsatzzwecke und Konfigurationen vor.
Vielleicht kann man sich austauschen und neue Ideen sammeln.
Sobald das System zusammengebaut ist und läuft werde ich mal ein paar Bilder posten.

Gruß,

Mike





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Frederic Dard, alias San Antonio

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daniel
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OC God
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Ich hab den Himbeerkuchen bei nem Freund getestet. Naja... Ich find den ziemlich schwach... Alles extra beschaffen, Mpeg2 kostet extra usw. Aktuelle LG Fernseher spielen mehr Dateiformate ab als der R-Pi. Ich weiß nicht so recht. Mich hat er jedenfalls nicht überzeugt.

LG, Daniel

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rage82
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der mpeg2 codec kostet jetzt nicht die welt, aber manchmal ruckeln hd-videos. das kommt selten vor, aber es ist schon ein wenig ärgerlich.

ich hatte auch mit dem gedanken gespielt, ein rasppi zu nehmen, aber mit der mittlerweile vorhandenen hardware baue ich mir dann doch einen htpc, der zwar mehr verbraucht aber auch wesentlich mehr funktionen abdecken soll als der rasppi in der lage wäre (von der leistung her).


"Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen" - Walter Röhrl

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Marauder25
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Hallo Daniel,
in dem Fall darfst du aber Äpfel nicht mit Birnen oder eben Raspberries vergleichen.
Der Raspberry kostet im Schnitt 38 € und wurde eigentlich nie zu dem Zweck Media Player zu sein konzipiert.
Bei dem MPEG2 Codec hast du Recht, jedoch gibt es viele andere geläufige kostenlose Codes die mit der geeigneten Distri durchaus abgespielt werden können.

Natürlich geht von der Geschwindigkeit immer mehr, jedoch zu welchem Preis?
Welchen Einsatzzweck hat denn dein Freund dem PI angedacht?

@rage
Ja mit dem HD Material bin ich mir auch noch nicht sicher.
Gelesen habe ich die unterbrechungsfreie Wiedergabe von HD Material hängt in erster Linie vom Abspielmedium ab. Von einer USB/SD Festplatte oder NFS sollte es ohne Probleme laufen. Das werde ich defintiv ausprobieren.

Gruß,

Mike


(Geändert von Marauder25 um 10:48 am Juni 4, 2013)


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Frederic Dard, alias San Antonio

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daniel
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OC God
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@rage82: es geht nicht darum wie viel der Codec kostet, sondern, dass er nicht grundsätzlich enthalten ist- das ist wie wenn man einen neuen Audi kauft- alles muss man extra dazu nehmen und zahlen....
Warum ist das Ding nicht grundsätzlich vollständig?

@Marauder25: warum soll ich den R-Pi nicht als Mediaplayer nutzen? oder warum ist er dafür nicht vorgesehen?

Bei der YouTube Vorführung ist das Ding 2x abgestürzt... naja...

So ein kleiner sparsamer Computer hat schon einen gewissen Charme, aber ich seh halt keinen Nutzen in dem Ding und versteh den Kult rund herum halt nicht ganz. Aber da geht's mir mit den Apple Produkten genauso...
Er ist ja ganz nett, aber meiner Meinung nach nicht ausgereift.
Wenn das Ding eh schon nicht viel unter der Haube hat, sollte es doch wenigstens stabil laufen, aber wenn ich mal tagelang recherchieren muss, welche Speicherkarte läuft usw. dann ist das einfach nur nervig...


LG,
Daniel

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KakYo
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OC God
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Die "Raspberry Pi Foundation" ist eigentlich ne Charity Organisation. Man wollte das Ding für Schulen nutzen um den Schülern günstig die Computerwelt nahe zu bringen. PI steht dabei für Python Interpreter.

Ziel war Basteln, Programmieren, Computer entdecken und nicht das er von Pseudo-Hipstern als Mediaplayer eingesetzt wird. Was erwartet man eigentlich für 30€? Volle HTPC Funktionalität?:)

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Marauder25
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Hallo,
nochmal kurz zum Offtopic:

@daniel
wie KakYo schon geschrieben hat wurde der Raspberry Pi ursprünglich zu dem Zweck der Entwicklung  für Schulen entwickelt. Die Fähigkeit Videomaterial abzuspielen lag also nicht im Focus, sondern die I/O Schnitstellen und vor allem der Preis.
Wenn du es nervig findest sich zu belesen welche Speicherkarte mit dem Raspberry läuft, sieh es es einfach genauso wie bei einem großen PC.
Da informiert man sich auch über passenden Hauptspeicher, CPU Kühler, Gehäuse usw. und das auch gerne mehrere Tage und Wochen in Foren und Zeitschriften.

@KakYo
Bastler die den Raspberry als Media Player nutzen, als "Pseudo Hipster" zu bezeichnen finde ich etwas fehl am Platz. Natürlich zielen viele Projekte auch auf ein gewisses Prestige in der Szene ab. Jedoch gibt es viele User, die einfach nur gerne basteln und genau wie  beim Overclocking die Möglichkeiten ihrer Hardware testen wollen. Die würde man mit so einer Bezeichnung in eine Schublade legen in die sie nicht gehören.

Nun wieder zurück zum Thema.
Wenn jemand den Raspberry schon in Gebrauch hat, oder genau wie ich, überlegt was man aus dem kleinen Computer noch alles machen kann, würde ich mich freuen hier ein paar Beiträge zu lesen.

Würde auch probieren wollen, ob der PI auch als VPN Server taugt.
Hier gibt es ja auch einige Anleitungen im Netz. Oder als Aquarium Computer. Diverse Messfühler wurden ja schon erfolgreich implementiert.

Gruß,

Mike


(Geändert von Marauder25 um 6:25 am Juni 5, 2013)


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rage82
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Zitat von daniel um 20:58 am Juni 4, 2013
@rage82: es geht nicht darum wie viel der Codec kostet, sondern, dass er nicht grundsätzlich enthalten ist- das ist wie wenn man einen neuen Audi kauft- alles muss man extra dazu nehmen und zahlen....
Warum ist das Ding nicht grundsätzlich vollständig?




wie jetzt mehrmals ausgeführt ist er es (bezogen auf die zielgruppe) und dann hat man 3€ für den mpeg2-codec noch dazu um ihm ein gänzlich anderes aufgabenfeld zu verpassen.

zu deinem audi beispiel: ich kenne keinen audi-kufer, der sich darüber wirklich beklagt hat ;)


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Jean Luc
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OC God
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Also ich habe auch einen RPi.

Bevor ich meinen LG-TV hatte, verwendete ich den Pi auch als Medienplayer.

Mir war aber von vorn herein klar, dass das nicht das Haupteinsatzgebiet ist. Ich wollte damit herum basteln/probieren.

Wirklich brauchen tue ich ihn nicht, aber er ist halt irgendwie cool, und soweit ich mich erinnere wurde zumindest ein Teil des Kaufpreises für einen guten Zweck gespendet.

Für Basteleien nehme ich allerdings lieber einen Arduino, damit kenne ich mich besser aus.


    Heute ist die gute, alte Zeit von morgen.

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So,
gestern habe ich mal eine Grundkonfiguration mit Raspberry, Wlan Stick Netgear WG111 V3, einer 16 GB Trenscend SDHC Class 10 Karte, sowie aktivem USB Hub mit Maus und Tastatur hergestellt.

Als Netzteil habe ich nun ersatzweise eines genommen welches normalerweise ein Navigationssystem mit Spannung versorgt. Die Leistungsdaten von 5 V, 2000 mA sollten locker reichen. Leider war die Beschreibung bei Amazon nicht so eindeutig, so kommt mein bestelltes Netzteil aus England und läßt leider noch auf sich warten.

Zuerst probierte ich das All-in-One Image von Raspberry das auf den treffenden Namen NOOBS hört^^
Es ist wirklich sehr einfach damit die richtige Distri auf seiner SD Karte zu installieren.
Runterladen kann man es hier:
http://www.raspberrypi.org/downloads

Dieses "Image" entpackt man und kopiert es einfach auf eine SD Karte.
Beim Start bekommt man einige Distributionen zur Auswahl welche man dann per Klick installieren kann. Noobs bleibt immer auf der Karte, und kann beim Start per SHIFT Taste jederzeit gestartet werden.
Meine Wahl fiel auf Raspbmc, dessen ca. 1,5 GB dann auch schnell installiert waren.

Beim Neustart wird die SD Karte dann neu partitioniert und alle notwendigen Einstellungen wie z.B. Ländersettings vorgenommen.

Abschließend erscheint auch eine schöne Oberfläche welches das navigieren durch den Mediaplayer erleichtern soll. Bis auf den WLan Stick wurde alles sofort erkannt und eingerichtet. Leider läuft der Mauszeiger nicht so weich über den Desktop wie man es von Windows oder Mac OS gewohnt ist.
Vielleicht gibt es da ja noch einen Trick den ich bis jetzt noch nicht entdeckt habe.

Der Wlan Stick ließ sich jedoch mit den gebotenen Einstellungen nicht installieren. Erst eine Verbindung per LAN Kabel und der Download des Network Managers brachte dann den gewünschten Erfolg. Im Network Manager kann man nämlich den Router auswählen, das Kennwort eingeben und damit verbinden, was im Standard Raspbmc Menü zwar auch einstellbar ist, aber nicht funktioniert.

Die Verbindung die ich dann probierte war zum UPnP Server meines NAS.
Unter Dateien hinzufügen wählte ich die UPnP Verbindung, und sofort erschien das NAS als zulässige Verbindung.
Videos und Musik konnte ich anschließend ordnerweise in die Videoanzeige integrieren.
Da es sich um iPad konvertierte Videos handelte, lief das Abspielen wie zu erwarten butterweich ab.
Heute werde ich mal einen Versuch mit höherwertigem Material durchführen.

Abgesehen von der trägen Maus bin ich bis jetzt noch zufrieden mit meiner Investition.

Sollte Raspbmc ordentlich laufen, werde ich als nächstes mal einen OpenVPN Server ans laufen bringen. Wäre mal ganz interessant wenn man mit dem Handy oder Laptop unterwegs ist, wie sowas in der Praxis funktioniert.

Gruß,

Mike








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