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AMD Overclocking Guide


1. Allgemeines

Dieser Guide beschäftigt sich damit, wie man eine AMD CPU richtig übertaktet.

Des Weiteren gibt es ab sofort hier eine spezielle AMD Sockel FM2 Übertakten Anleitung und im Workshop gibt es viele weitere Tipps und Tricks zum Übertakten.

Hier werden sowohl alle nötigen Infos für unversierte bzw. unerfahrene Benutzer genannt, aber auch für Fortgeschrittene ist mit Sicherheit so manches Interessantes dabei. Allerdings wird ein gewisses Grundwissen vorrausgesetzt, weil wenn man z.B. nicht weiß was ein Mainboard ist, sollte man das Übertakten besser sein lassen. Die Infos beziehen sich in erster Linie auf die AMD Prozessoren, die sich auf die dem Sockel 939 oder AM2 bzw. AM3 basieren. Die Infos, die speziell nur für ältere Sockel sind, befinden sich im Anhang, es sei aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es mittlerweile keinen mehr Sinn macht, beispielsweise einen Athlon XP noch zu übertakten - Sockel A Systeme etc. sind mittlerweile veraltet und die Performance reicht für vieles Aktuelle weder mit noch ohne Übertakten aus. Entsprechendes befindet sich daher nur noch der Vollständigkeit halber im Anhang.

Weiterhin übernehme ich in keiner Weise Haftung für Schäden, die durch das Übertakten entstehen. Jeder sollte selber entscheiden, wie weit er die CPU (und evtl. auch andere Komponenten wie z.B. Mainboard) übertaktet und ob er es überhaupt macht. Alles geschieht ausdrücklich auf eigenes Risiko und auf eigene Verantwortung! Jeder sollte sich bewusst sein, dass man seine Hardware durch das Übertakten zerstören kann und dass sich die Lebensdauer bzw. Lebenserwartung der Hardware dadurch (zum Teil recht deutlich) verkürzt! Hinzu kommt, dass man durch Übertakten die Garantie auf aller beteiligter Hardware verliert und das immer auf gute Kühlung zu achten ist! Besonders auf die CPU-Temperatur ist zu achten. Darüber muss sich jeder im Klaren sein! Zusätzlich möchte ich darauf hinweisen, dass es nicht immer für jeden Sinn macht, seine Hardware zu übertakten. Das ist natürlich von Fall zu Fall anders, sollte aber immer noch einmal überdacht werden.

Zuletzt noch ein Hinweis: Im BIOS nichts verstellen, wovon man nicht weiß, was es ist bzw. ändert! Dies bitte immer beachten (und zwar wirklich immer und nicht nur beim Übertakten)!





2. Fachbegriffe und Erklärungen

Den ganzen Bericht über, werden Begriffe verwendet, die dem unversierten Benutzer, wahrscheinlich nichts bzw. wenig sagen werden. Um dem vorzubeugen, wird nun zu erst einmal hier so ziemlich jeder Begriff genannt bzw. aufgeführt, den man kennen sollte.

CPU/CPU-Takt/Stepping:
Die CPU ist der Prozessor eines PCs. Der CPU-Takt errechnet sich über Referenztakt x CPU-Multiplikator.

Jede CPU hat ein Stepping, welches über vieles Aufschluss gibt. So kann man auch CPUs ausmachen die wahrscheinlich gut zu übertakten sind. Weiterhin lässt sich über das Stepping schnell ausmachen, was für einen CPU-Typ man hat.

Referenztakt/HT-Takt:
Der Referenztakt ist nur dazu da, um daraus andere Takte zu bilden. Es gibt nichts, was direkt mit dem Referenztakt taktet! Aus ihm bildet sich:


  • der CPU-Takt, indem man den Referenztakt mit dem CPU-Multiplikator multipliziert.
  • der HT-Takt, indem man den Referenztakt mit dem eingestellten HT-Multiplikator multipliziert.
  • Eventuell der AGP/PCI/PCI-Express-Takt, wenn dieser nicht manuell eingestellt bzw. fixiert werden kann.
  • Sowie indirekt der Speichertakt, dieser wird aber in erster Linie vom CPU-Takt bestimmt. Da letzterer aber mit dem Referenztakt zusammenhängt, hängt der Speichertakt auch vom Referenztakt ab.


Speichertakt:
Der Speichertakt bezeichnet den Takt des Arbeitsspeichers. Viel interessanter bzw. wichtiger ist aber wie er ermittelt wird. Daneben gibt es aber noch andere Feinheiten zu beachten:

Wie oben schon angesprochen wird der Speichertakt vom CPU-Takt bestimmt. Der CPU-Takt wird durch einen Teiler geteilt, sp dass sich ingesamt die Formel ergibt: Speichertakt=Referenztakt x CPU-Multiplikator : Ramteiler.
Eine kleine aber wichtige Feinheit ist dabei, dass der Ramteiler abhängt vom CPU-Multiplikator (was auch einleuchtend ist, schließlich arbeiten alle CPUs eines Sockels standardmäßig ja mit dem gleichen Referenztakt von 200 MHz, aber nicht mit dem gleichen CPU-Multiplikator) aber unabhängig vom Referenztakt ist. Konsequenz: Wenn man seine CPU via Referenztakterhöhung übertaktet und den Ramteiler nicht entsprechend anpasst, übertaktet man unfreiwillig den Ram direkt mit. Dieses Zusammenspiel von CPU-Takt / Speichertakt ist relativ kniffelig und sollte beim Übertakten nicht außer Acht gelassen werden.

VCore:
VCore ist Englisch und ist die Abkürzung für Core Voltage. Dies bedeutet auf Deutsch Kernspannung und bezieht sich auf den Kern der CPU. Man erhöht sie ggf. um die CPU bei höheren Frequenzen stabil betreiben zu können. Durch eine Erhöhung der VCore wird eine CPU aber wesentlich heißer (die Leistungsentwicklung hängt quadratisch von der VCore ab), weswegen Neulinge hier erst mal nichts ändern sollten.

L1/L2/L3 Cache:
Der L1-, L2-, und L3-Cache sind Zwischenspeicher, die in der CPU verbaut werden. Die jeweilige Größe ist abhängig vom CPU-Typ und -Takt, dazu gibt es den L3-Cache nur in modereneren CPUs.

AGP/PCI/PCI-Express-Takt:
Diese kleinen Takte haben viele nicht auf ihrer Rechnung, ihre Bedeutung haben sie mit modernen Chipsätzen allerdings verloren. Früher war es so, dass der AGP/PCI-Takt vom Referenztakt (und ganz früher sogar vom Front-Side-Bus, kurz FSB) abhängt, weswegen eine Erhöhung der entsprechenden Takte eine unfreiwillige Erhöhung von AGP/PCI-Takt nach sich zogen. Moderene Chipsätze haben aber einen 'fixen' PCIe/PCI-Takt (AGP gibts ja auch schon längere Zeit nicht mehr), entsprechend gehe ich auch nicht mehr auf entsprechende Feinheiten ein, sondern gehe davon aus, dass diese Takte fixiert sind.
Allgemein gilt aber nach wie vor, dass eine Anhebung der Takte von 100 MHz für PCI-Express, 66 MHz für AGP und 33 MHz für PCI so gut wie keinen Performancegewinn bringen. Man sollte diese Takte daher (wenn möglich) immer auf 100 MHz, 66 MHz bzw. 33 MHz fixieren, da aus Anhebungen der Takte nur unnötige Instabilitäten resultieren können.





3. Die verschiedenen Sockel und CPUs

Zunächst zu den verschiedenen Sockeln, da die Beschreibung der CPUs darauf aufbauen wird:

Insgesamt sind für diesen Guide folgende Sockel von Bedeutung:

Sockel 754:
Der Sockel 754 ist der erste Sockel, den es für 64-Bit CPUs gab. Entsprechend arbeitet er mit "normalem" DDR-Ram. Eigentlich ist er auch schon veraltet, da es aber keine wesentlichen Unterschiede zum Sockel 939 gibt, findet er hier anstatt im Anhang seinen Platz. Rein technisch ist der einzige Unterschied zwischen Sockel 754 und Sockel 939 der, dass der Sockel 754 nur ein Single-Channel Speicherinterface besitzt, hingegen der Sockel 939 ein schnelleres Dual-Channel bietet. Jedenfalls findet der Sockel 754 hier eher der Vollständigkeit halber seine Erwähnung.

Sockel 939:
Der Sockel 939 ist der Nachfolger vom Sockel 754. Er bietet ein Dual-Channel Interface, allerdings auch nur auf Basis von "normalem" DDR-Ram. Allerdings ist er auch die letzte Plattform, die auf diesen Speichertyp setzt. Auch wenn er mittlerweile schon ein wenig betagt ist, liefert er, ausgestatttet mit einer halbwegs schnellen CPU, noch durchaus brauchbare Leistung, weshalb auch Übertakten auf dem Sockel 939 nach wie vor eine Möglichkeit ist und daher mehr als eine Überlegung wert ist.

Sockel AM2/AM2+/AM3:
Die momentan modernsten bzw. schnellsten Sockel für AMP-CPUs sind der Sockel AM2/AM2+/AM3. Der AM2 ist der erste Sockel für AMD-CPUs, der DDR2-Ram verwendet, und bietet eine solide Plattform für viele Anwendungen und auch die modernsten AMP-CPUs sind bisher kompatibel zu ihm. Der Sockel AM2+ ist eine leichte Verbesserung, das einzige was er mehr kann als der AM2, ist unwesesentlich für das Übertakten weshalb ich darauf hier nicht groß eingehen werde. Wen es interessiert kann es an diversen Stellen im Internet genauer nachlesen. Eine wirkliche Weiterentwicklung stellt nur der Sockel AM3 dar, da er DDR3 Speicher benutzt. Allerdings sind bisher alle AM3-CPUs kompatibel zu AM2/AM2+ Mainboards, da diese sowohl einen DDR2- als auch DDR3-Speicherkontroller zur Verfügung stellen. Umgekehrt gilt diese Kompatibilität natürlich nicht, da für den AM2 entwickelte CPUs keinen DDR3 Speichercontroller bieten.

Nun zu den CPUs:
Es gibt verschiedene CPU-Kerne und -Typen. Das kommt ganz einfach durch den Lauf der Entwicklung und es sind teils einfach nur verbesserte Varianten des Vorgängers, teils auch komplette Neuentwicklungen (wie z.B. die Dual/Triple/Quad-Core-CPUs). Am wichtigsten für einen solchen Guide ist es aber ja, eine Aussage über die Übertaktbarkeit zu treffen. Dazu ist ein Blick in die OC-Datenbank (links im Menü unter "Results") zu empfehlen. Jede CPU ist aber anders, weswegen das nur einen etwaigen Überblick gibt!

Falls man nicht weiß, was für eine CPU man genau hat, ist es am einfachsten einfach ein Tool wie CPU-Z zu benutzen um entsprechende Infos auszulesen. Ein einfacher Systemstart bietet natürlich auch eine Möglichkeit, falls man schnell genug ist mit dem Hingucken...

Im Prinzip ist es aber egal, was für einen CPU man genau übertaktet, da es für das Vorgehen eigentlich keinen Unterschied bedeutet. Warum "eigentlich"? Weil manche CPUs, abhängig vom Typ, einen offenen Multiplikator haben und andere eben nicht. Aber dazu weiter unten mehr. Im Folgenden möchte ich nur einen kurzen Abriss geben, wer an tiefergehenden Informationen interessiert ist, dem kann ich einen Besuch der entsprechenden Rubrik bei wikipedia empfehlen:

Sempron:
Der Sempron ist quasi die kleinste CPU, die es von AMD gibt. Er ist so etwas wie der Nachfolger des Duron, also eine Low-Budget CPU von AMD, die über alle Sockel der letzten Jahre verteilt mit diesem Namen vermarktet wird.

Athlon 64:
Den Athlon 64 gibt es für den Sockel 754, für den Sockel 939 als auch für den Sockel AM2. Er ist relativ lange sowas wie das Vorzeigemodell von AMD für den Mainstream-Bereich gewesen, weshalb es relativ viele Varianten bzw. Kerne gibt, die alle unter 'Athlon 64' vermarketet wurden. Diese unterscheiden sich im wesentlichen Fertigungstechnologie und Größe des Caches.

Athlon 64 FX:
Der Athlon 64 FX ist von AMD eine Zeitlang als High-End CPU vertrieben wurden, hat entsprechend (nach meiner Erfahrung) aber eigentlich nie so Einzug ins Mainstream-Segment erhalten. Ob das nun gewollt oder ungewollt ist, bleibt wohl Ansichtssache.

Athlon 64 X2:
Der Athlon 64 X2 ist die erste Dual Core-CPU, die von AMD vertrieben wurde. Es gibt sowohl Modelle für den Sockel 939, als auch modernere Varianten für den AM2.

Opteron:
Der Opteron ist grundsätzlich eine Server-CPU, die aber auch auf dem Sockel 939 erschienen ist.

Phenom/Phenom II:
Eigentlich die modernste CPU die AMD zur Zeit bereitstellt, es gibt sie als Triple- und Quad-Core-Versionen. Die Phenom II CPUs bieten im wesentlichen 6 MB L3-Cache, die 'normalen' Phenom CPUs nur 2 MB.





4. Das eigentliche Übertakten

Hier werden wir uns nun dem eigentlichen Übertakten zuwenden. Ich werde im Folgenden die richtige Vorgangsweise, eine Unterscheidung zwischen den verschiedenen Sockeln findet nun nicht mehr statt, da das Vorgehen unabhängig vom Sockel ist. Ein wenig anders muss man vorgehen, wenn man noch den veralteten Sockel A benutzt, entsprechende Erläuterungen dazu sind im Anhang zu finden.

Grundsätzlich gilt es jetzt zwei Situationen, die es zu unterscheiden gilt: CPU-Multiplikator ist nach oben hin offen oder eben nicht:

1. CPU-Multiplikator ist frei wählbar:

Diese Situation ist eigentlich die angenehmste fürs Übertakten, denn man kann sein ganzes System unverändert lassen, aber nach belieben den CPU-Takt in 100 MHz-Schritten einstellen. Entsprechend kann man, wenn man es sich einfach machen möchte, einfach den Multiplikator in 0,5er-Schritten erhöhen, und immer wieder auf Stabilität testen (am besten mit Prime95). Früher oder später erreicht man so das Maximum, was die CPU aushält. Entweder man gibt sich nun mit dem Erreichten zufrieden, oder aber wenn man "mehr will", kann dann auch noch mit einer VCore-Erhöhung arbeiten. Dann geht man jetzt so vor: Die VCore auf den kleinst möglichen größeren Wert als den aktuellen einstellen, und wieder den Multiplikator in kleinen Schritten nachziehen, jedes Mal auf Stabilität testen versteht sich von alleine. So kann man dann vorgehen bis man zufrieden ist (oder die CPU durchbrennt ;)).


2. CPU-Multiplikator ist nach oben hin gesperrt:

Wenn man nun übertakten will, sollte man zunächst den HT-Takt Multiplikator erst einmal 1-2 Stufen runter setzen, sowie den Speicherteiler der Einfachheit halber auf den größt möglichen Wert bzw. auf den langsamsten 'Takt', z.B. DDR200, setzen.

Noch mal der Hinweis: Immer auf die Temperaturen und Kühlung achten!! Zudem sollte man nach jeder Änderung ausreichend auf Stabilität testen. Hierfür empfehle ich das Tool Prime95.

Nun kann man den Referenztakt langsam in kleinen Schritten anheben. Irgendwann wird das System nicht mehr stabil laufen. Dann kann man die VCore langsam in den kleinst möglichen Schritten erhöhen. So kann man das so lange machen, bis das System zu einem maximal verträglichen Takt bzw. einer maximal erträglichen Temperatur gekommen ist. Dieses Maximum, das man nun herausgefunden hat, ist aber höchstwahrscheinlich nur das Maximum der CPU, so dass man nun zunächst den HT-Takt Teiler erhöhen kann, bis das System nicht mehr stabil läuft. Anschließend kann man noch den Takt des Arbeitsspeichers so weit erhöhen, also den Ram-Teiler verringern, wie es geht. Wenn dann der Arbeitsspeicher nur mit weniger als dem Standart-Takt stabil betrieben werden kann, kann man das evtl. so ändern, dass man einen anderen Referenz- bzw. HT-Takt einstellt, der auch stabil läuft und der bei einem anderen CPU-Multiplikator den gleichen CPU-Takt zur Folge hat, bei dem der Ram dann mit einem anderen Ram-Teiler wieder mit dem normalen Takt etrieben werden kann.

Wenn man dann irgendwann so ziemlich das Maximum des Verträglichen herausgefunden hat, muss man nur noch sehr gründlich auf Stabilität testen. Dazu benutze ich wie gesagt immer das Tool Prime95.





5. Schluss

Ich hoffe, dass ich so Manchem das Übertakten näher gebracht habe. Ich habe selbst anfangs den Durchblick völlig verloren – gerade bei den vielen Teilern und Multiplikatoren.

Zuletzt möchte ich noch sagen, ja Euch sogar darum bitten, dass, wenn irgend etwas unklar und/oder unverständlich ist, hier zu fragen.





6. Anhang

Die folgenden Informationen sind für die meisten wahrscheinlich belanglos, sie stammen aus älteren Versionen des OC-Guides und dienen mehr oder weniger nur der Vollständigkeit um zu erklären, wie das Übertakten auf dem veralteten Sockel A funktioniert:

Erweiterungen zu: 2. Fachbegriffe und Erklärungen:
Front-Side-Bus (kurz FSB):
Der Front-Side-Bus (FSB) ist der grundlegende Takt eines PCs. Aus ihm errechnen sich der CPU-Takt, bei synchronem Betrieb der Takt des Arbeitsspeichers und ggf. der AGP/PCI-Takt. Vom FSB hängt auch die Bandbreite zischen CPU und Chipsatz des Mainboard ab. Es gibt vier unterschiedliche Werte, die der FSB standardmäßig hat; 100 MHz, 133 MHz, 166 MHz und 200 MHz. Aus Marketinggründen verdoppelt man diesen Wert aber auch schon mal (DDR-Technologie). Den FSB muss man ggf. auch manuell auf den entsprechenden Wert setzen, wobei man das wenn möglich per Jumper machen muss, da dieser dann normalerweise den entsprechenden AGP/PCI-Teiler aktiviert.

Speichertakt:
Beim Sockel A:
Hier gibt es zwei Möglichkeiten zu unterscheiden; entweder man betreibt den Speicher synchron oder asynchron zum FSB. Man sollte ihn aber immer wenn möglich synchron betreiben, da eine asynchrone Taktung grundsätzlich langsamer als eine synchrone Taktung ist, selbst wenn der Arbeitsspeicher mit einem Takt betrieben wird, der höher als der FSB ist. Dies kommt daher, dass der Chipsatz des Mainboards für das ungleiche Verhältnis zwischen CPU und Arbeitsspeicher zusätzliche Berechnungen durchführen muss.

Wie man nun welchen Betrieb aktiviert, hängt vom Mainboard und vom BIOS ab.



Erweiterungen zu: 3. Die verschiedenen Sockel und CPUs

Duron:
Es gibt drei verschiedene Duron-Kerne. Den Morgan-, Spitfire- und Applebred-Kern. Die beiden erstgenannten wurden bei den kleineren, niedrig getakteten Duron-Modellen verwendet und werden nicht mehr produziert (Übertaktungswunder sind diese CPUs aber nicht). Der dritte im Bunde, der Applebred-Kern, ist ein relativ neuer Kern, der bei aktuellen Durons verwendet wird. Dieser lässt sich bei den früheren Modellen ggf. auch zu einem vollwertigen Athlon XP freischalten und ist allgemein gut übertaktbar. Der FSB aller Modelle beträgt 100 MHz oder 133 MHz.

Athlon:
Den normalen Athlon (also ohne XP) gibt es nur mit dem sog. Thunderbird-Kern. Den Athlon-Thunderbird gibt es aber in zwei FSB-Varianten (100 MHz und 133 MHz). Auch diese CPUs sind nicht das Gelbe vom Ei, was die Übertaktbarkeit betrifft.

Athlon XP:
Den Athlon XP gibt es mit fünf verschiedenen Kernen: Palomino-Kern, T-Bred A-Kern, T-Bred B-Kern, Thorton-Kern und dem Barton-Kern. Die Palomino- und T-Bred A-Kerne sind aber sehr schlecht zum übertakten geeignet. Ganz anders sieht das aber mit den T-Bred B-, Thorton- und Barton CPUs aus. Der FSB tritt hier beim Palomino und T-Bred A nur mit 133 MHz auf. Beim T-Bred B und beim Thorton gibt es ihn mit 133 MHz und mit 166 MHz. Schließlich existiert der Barton noch als 166 MHz und 200 MHz FSB-Variante.

Athlon XP Mobile:
Sehr beliebt bei Übertaktern ist auch die Athlon XP Mobile CPU. Diese CPUs sind eigentlich für Notebooks gedacht (sie lassen sich aber auch in Dektop-PCs einbauen!) und sind deswegen so gebaut, dass sie möglichst wenig VCore brauchen, um so die Abwärme möglichst gering zu halten. Dies machen sich aber Übertakter zu nutze, da diese CPUs dementsprechend auch für höhere Taktraten dann weniger VCore benötigen (verglichen mit normalen CPUs).



Erweiterungen zu: 4. Das eigentliche Übertakten  
Hier muss man zunächst folgendes unterscheiden:

1. Man hat eine CPU mit freier Multiplikatorwahl:

Zunächst mal sollte man über folgende Hardware verfügen:

1. Eine Sockel A CPU mit frei wählbarem Multiplikator
2. Eine gute bis sehr gute Kühlung für die CPU
3. Ein Mainboard, dass über folgende Einstellungen im BIOS verfügen sollte:

  • FSB
  • CPU-Multiplikator
  • VCore
  • AGP/PCI-Takt (um diese auf 66/33 MHz zu fixieren)

Sollte man über bestimmt Einstellungen im BIOS nicht verfügen, kann man diese alternativ auch direkt an der CPU vornehmen (z.B. durch Pin-Mod oder durch die Malanleitung – beides im Workshop zu finden).

Das Übertakten gestaltet sich in der Theorie nun relativ einfach; um an die Grenze der Leistungsfähigkeit zu gehen, geht man folgendermaßen vor:

Man stellt den Multiplikator im BIOS auf einen möglichst kleinen Wert ein und fixiert den AGP/PCI-Takt auf 66/33 MHz.

Noch mal der Hinweis: Immer auf die Temperaturen und Kühlung achten!!

Anschließend erhöht man in 5er-Schritten den FSB und testet auf Stabilität (dadurch wird der Arbeitsspeicher bei synchronem Betrieb aber direkt mit übertaktet!!). Dafür ist vor allem das Programm Prime95 zu empfehlen. Irgendwann wird das System nicht mehr stabil laufen, so dass man dann den FSB in 1er-Schritten erhöht, bis man den maximal möglichen FSB herausgefunden hat.

Danach erhöht man den Multiplikator erst mal so hoch, dass man zunächst nur auf einen Takt kommt, den die CPU sicher schafft. Dafür bietet sich der Standarttakt natürlich am besten an; um herauszufinden welchen Multiplikator man braucht, um mit dem erhöhten FSB auf den gleichen Takt zu kommen, teilt man am besten den Standart CPU-Takt durch den neuen FSB. Man muss die Zahl die man nun als Ergebnis hat, nur noch als Multiplikator einstellen, wobei man dann die Zahl abrunden sollte, wenn man sie nicht direkt einstellen kann.

Beispiel:
Ich habe einen Athlon XP 2800+ Barton mit 2083 MHz. Den Multiplikator stelle ich zum Testen auf 5 ein. Dann habe ich mit dem standardmäßigen FSB von 166 MHz einen CPU-Takt von 830 MHz.

Da mein Mainboard von Haus aus auch einen FSB von 200 MHz unterstützt komme ich auf einen maximal stabilen FSB von 213 MHz. Um jetzt zu wissen, welchen Multiplikator ich einstellen soll, teile ich den normalen CPU-Takt von 2083 MHz durch diese 213 MHz:

2083 MHz : 213 MHz = 9.78

Nun muss ich also Multi 9.5 einstellen!

Um nun auch noch den CPU-Takt so weit wie möglich hochzuschrauben, muss man nun den Multiplikator in 0.5er Schritten erhöhen und nach jeder Erhöhung auf Stabilität testen. Ich empfehle hierfür wie gesagt Prime95. Wenn es nicht mehr stabil läuft, kann man die VCore erhöhen (in den kleinst möglichen Schritten, versteht sich!!) - dadurch wird aber die CPU direkt viel wärmer. Man sollte die VCore aber nicht höher als 1.8-1.85 V stellen, da dies eine sehr große Hitzentwicklung zur Folge hat und weiterhin sehr schädlich für die CPU und deren Lebensdauer ist.

Mit eventuellen VCore-Erhöhungen kann man dann durch Stabilitätstests das Maximum ausloten. Wenn man dann irgendwann so ziemlich das Maximum des Verträglichen herausgefunden hat, muss man nur noch sehr gründlich auf Stabilität testen. Dazu benutze ich wie gesagt immer das Tool Prime95.

2. Man hat eine CPU mit gesperrtem Multiplikator:
Dies ist natürlich weniger gut zum Übertakten geeignet, aber dennoch ist es möglich. Man sollte über folgende Hardware verfügen:

1. Eine beliebige Sockel A CPU
2. Eine gute bis sehr gute Kühlung für die CPU
3. Ein Mainboard, dass über folgende Einstellungen im BIOS verfügen sollte:

  • FSB
  • VCore
  • AGP/PCI-Takt (um diese auf 66/33 MHz zu fixieren)

Sollte man über bestimmt Einstellungen im BIOS nicht verfügen, kann man diese alternativ auch direkt an der CPU vornehmen (z.B. durch Pin-Mod oder durch die Malanleitung – beides im Workshop zu finden).

Wenn man eine CPU mit gesperrtem Multiplikator hat, gibt es aber evtl. die Möglichkeit diesen zu entsperren. Dabei muss man beachten, dass es sowohl bei älteren CPUs die Multiplikatorsperre über die L1-Brücken, als auch bei neueren CPUs den Hardlock gibt.
Wenn der Multiplikator über die L1-Brücken gesperrt ist, kann man diesen durch Verbinden der L1-Brücken freischalten (siehe Malanleitung).
Wenn die CPU über einen Hardlock verfügt, dann kann man sie nur zu einer Mobile-CPU modifizieren und dann den Multiplikator über Software ändern (das geht aber nicht bei Mainboards die einen nForce2-Chipsatz haben!!).

Die einzige Möglichkeit eine gelockte CPU (also eine CPU mit gesperrtem Multiplikator) zu übertakten ist die, den FSB zu erhöhen. Hier ist dann aber oft das Mainboard schon vor der CPU am Ende.

Das Übertakten gestaltet sich in der Theorie nun relativ einfach; man geht folgendermaßen vor:

Man stellt den Multiplikator im BIOS auf einen möglichst kleinen Wert ein und fixiert den AGP/PCI-Takt auf 66/33 MHz.

Noch mal der Hinweis: Immer auf die Temperaturen und Kühlung achten!!

Anschließend erhöht man in 5er-Schritten den FSB (und übertaktet somit auch die CPU und bei synchronem Betrieb auch den Arbeitsspeicher!!) und testet auf Stabilität. Dafür ist vor allem das Programm Prime95 zu empfehlen. Irgendwann wird das System nicht mehr stabil laufen, sodass man dann den FSB in 1er-Schritten erhöht, bis man den maximalen FSB- bzw. CPU-Takt herausgefunden hat.

Wenn man höher hinaus will, kann man die VCore erhöhen (in den kleinst möglichen Schritten, versteht sich!!) - dadurch wird aber die CPU direkt viel wärmer. Man sollte die VCore aber nicht höher als 1.8-1.85 V stellen, da dies eine sehr große Hitzentwicklung zur Folge hat und weiterhin sehr schädlich für die CPU und deren Lebensdauer ist! Aber ob ein VCore-Erhöhung etwas bringt ist nicht garantiert, da, wenn einfach das Mainboard keinen höheren FSB mitmacht, es nichts bringt, die Spannung der CPU zu erhöhen.

Edit:
Des Weiteren gibt es ab sofort hier eine spezielle Anleitung zum AMD FM2 Übertakten und im Workshop gibt es viele weitere Tipps und Tricks zum Übertakten.


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Diesmal ist es aber dauerhaft:thumb::ocinside:

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@ gibtnix

Glückwunsch, daß das mit dem Guide geklärt wurde :godlike:

Die NOOB´S werden es danken

:ocinside:  :godlike: @cheffe


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Zitat von hoppeltheone um 8:53 am April 8, 2005
Na also ;)

Für viele Anfänger ein MUSS zum Lesen!



Ja für mich ist es aber zuviel Text :lol:


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