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Executer
aus Würzburg
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Enhanced OC
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also, mal kucken ob ich das nochmal auf die reihe kriege

es sollen 2 kühlkreisläufe werden. der zweite kühlt alle komponenten

der erste kühlkreislauf kühlt den zweiten mithilfe von einem peltier

die zwei kühlkreisläufe sind mit einem "kühler" verbunden auf dem eben das peltier sitzt (denke mal peltier zwischen zwei kupferplatten, die eine seite kühlt den zweiten kühlkreislauf, die andere seite heizt den ersten kühlkreislauf auf)

das peltier ist ja umso effizienter umso kälter der erste kühlkreislauf ist! und nun zur eigentlich idee

im ersten kühlkreislauf der das peltier kühlt ist ein radiator mit lüftern bestückt, verbaut

jetzt bräuchte man in kühlkreislauf 2 nurnoch ein tempmessgerät das je nach wassertemp die lüfter vom kühlkreislauf 1 reguliert

also das meinetwegen eine wassertemp von 15°C in kühlkreislauf 2 angestrebt wird. bringt das peltier zuviel leistung lässt man durch langsam drehendere lüfter in kühlkreislauf 1 einfach die wassertemp steigen was die effizienz des peltiers ja senken würde

was meint ihr, so durchführbar oder nicht? alzu kompliziert wärs ja nicht

gibt aber, noch ne andere, viel bessere idee von jemanden von kaltmacher, wenn sie funktioniert (tut sie aber angeblich)

man kühlt einfach mit kompressor oder peltier einen kühlkreislauf mit radiator.... dieser radiator sitzt unten im pc und bläst die kalte luft (das wasser hat ja eisige temps das durch den radiator fließt) in den pc

dadurch soll laut nem fachmann unmöglich kondenswasser im pc entstehen können

ich übernehme natürlich keine garantie dafür *g*

aber gibt ja einige so kondenswasserspezis die hier ständig tiefkühlen wollen.... könnt ja mal was von beiden ausprobieren ;)

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MajorTom
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Ja, das geht prinzipiell alles! :)

- ein paar Bemerkungen kann ich mir aber nicht verkneifen!

*) WaterChiller mit Pelzis

Der WaterChiller mit Peltier funktioniert erst ab ungefähr der doppelten Pumpleistung wie CPU-abwärme (halbwegs) vernünftig! Ein 4fach Chiller (so wie von Dir beschrieben, aber mit 4x60W Pelzis) ist nicht in der Lage den Primärkreislauf deutlich unter Raumtemperatur zu senken, wenn die CPUabwärme 120W übersteigt! Ich hatte 'mal so einen Aufbau!

Wenn man sehr sorgfältig isoliert (den gesamten Primärkreislauf), wird der Wirkungsgrad sicher zunehmen. Trotzdem "verbrät" man dabei schnell ein paar 100W (für einen relativ geringen Effekt).

Jedenfalls ist der Wirkungsgrad (auch im Vergleich zur Stromaufnahme) eines Durchlaufkühlers (auf Kompressorbasis) deutlich höher!

*) ad Radiator mit kalter Luft ins Case blasen lassen

das hilft zu einem gewissen Grad - aber: (!)

aus dem Radiator rinnt jetzt das Wasser in Strömen! :moin:

- und zwar wirklich (such Dir eine Tabelle im Net mit dem Sättigungsgradvon Luft bei Temperatur X) - da kommen ganz lustige Zahlen raus! (da fallen dann pro m³ einige Gramm (können durchaus 10-20 Gramm sein) Wasser aus. (und wenn der Lüfter (typischerweise 120mm) so um die 100³/h durchbläst, werden daraus 1-2 Liter/h - wohin damit?

Theoretisch könnte man (das passiert bei geschlossenem Fenster ohnehin bald einmal - mit dem Setup)) überhaupt die Raumluft entfeuchten (bei rel. Luftfeuchtigkeit von 10% kondensiert lang kein Wasser
- gut für den Computer!
- aber schlecht für den Menschen!

++++ Ich würde ein Isolieren aller potentiell "kalten" Teile für einfacher (und bekömmlicher) erachten! (je nach Temperatur - nur die Schläuche und den KK - oder auch die Pins und Sockelumgebung (Unterseite!))

Ich geh' 'mal so eine Tabelle suchen! (und poste sie dann ;))

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Eisenblut
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OC God
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Stimmt. Wenn du kalte Luft ins Gehäuse bläst, wird kein Kondenswasser entstehen. Erstens kann kalte Luft eh nicht so viel Wasser transportieren, zweitens ist dann die Umgebungstemperatur nicht mehr höher als der Kühler.

Aber ich bin kein Freund von Peltiers, einfach zu schlechter Wirkungsgrad.


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Eisenblut
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OC God
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@Major Tom

Klasse Beitrag, mir aus dem Herzen geschrieben.


With all due respect Sir, but...

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MajorTom
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Basic OC
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Sättigungsgrad von Luft (in g/m³) bei einer Temperatur von X:

Temp: -10°C...0°C...+8°C...+16°C...+24°C...+35°C
/m³......2,2g...4,8g....8,3g....13,6g....21,8g....39,5g

Bei der entsprechenden Temperatur kann die Luft die angegebene Menge Wasserdampf (in Gramm) pro m³ speichern.b Die relative Luftfeuchtigkeit gibt das Erreichen dieses Sättigungsgrades in Prozent an.

In einer typischen Umgebung (Zimmer) ist die Raumtemperatur etwa 24°C und die relative Luftfeuchtigkeit beträgt etwa 50%. Das bedeutet, daß der Dampfgehalt der Luft etwa 11g/m³ beträgt.

Wenn man diese Luft jetzt abkühlt (und genau das passiert beim Überströmen von kalten Teilen) - auf, sagen wir, 16°C - dann steigt (lt. Tabelle) die rel. Luftfeuchtigkeit auf etwa 80%, aber es fällt noch kein Wasser aus. Wenn wir die Luft weiter abkühlen - auf etwa 8°C, dann kann die Luft dien Wasserdampf nicht mehr halten, und er fällt aus (kondensiert auf den kalten Flächen) - in unserem Fall kondensieren pro Kubikmeter Luft 2,7g Wasser.

(und jetzt mit der Stimme des Sprechers der "Sendung mit der Maus" ;))

Klingt wenig, isses aber nicht! :lol:

\Mausmode off


In einem "normalen" Zimmer sind (25m² - 2,60m Raumhöhe) 65 m3 Luft - und der darin enthaltene "überschüssige" Wasserdampf kondensiert jetzt an den "kalten" Teilen - das wären dann 175,5g Wasser (immerhin 175 ml) - das ist viel mehr als der PC verträgt! (und da Wohnräume nicht hermetisch von der Umwelt abgeschlossen sind, geht dieser Prozess lustig so weiter....)

Daß bei höherer Luftfeuchtigkeit der Teufel los ist, ist damit auch klar! So  ist auch erklärlich, warum ab etwa 10°C unter Raumtemperatur Kondensation ein massives Problem darstellt!


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